Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR

Crossmediales Projekt zur Aufarbeitung der Spielekultur der DDR.


„Auferstanden aus Kopien. Bäume aus Knete, Spielbretter aus Kühlschranktüren: Weil es westdeutsche Gesellschaftsspiele in der DDR nicht gab, wurden sie im Osten einfach nachgebaut. Ob „Monopoly“ oder „Malefiz“, alle Klassiker des Klassenfeindes wurden in den volkseigenen Bastelstuben kopiert — und waren oft sogar kreativer als die Originale.“ (Spiegel Online)

Martin Thiele und Michael Geithner sind in der DDR geboren. Doch sie verbrachten nur ihre früheste Kindheit im Arbeiter- und Bauernstaat. An das geteilte Deutschland erinnern sie sich nicht. Im Gedächtnis blieben ihnen nur die Brett- und Kartenspiele ihrer Kindheit, handgemachte Unikate, die nach der Wende plötzlich verschwanden. Die Menschen ersetzten sie durch Originale. Erst vor einiger Zeit begriffen Geithner und Thiele: Die nachgemachten Spiele sind etwas Besonderes. Sie erzählen auf ungewöhnliche Weise vom Alltag der DDR.

Unter dem Titel “Nachgemacht — Spielekopien aus der DDR” sammeln Thiele und Geithner seit Mai 2011 Brettspiele, welche die DDR-Bürger mit Schere, Kleber und viel Fantasie nachbastelten. Aus einer Idee wurde so eine Sammlung mit über 125 Spielen, die als Wanderausstellung durch Deutschland reist. Zudem wird jeden Sonntag auf dem Nachgemacht Blog ein neues Spiel sowie die dazugehörige Hintergrundgeschichte veröffentlicht. Auch Videodokumentationen, Audiobeiträge und eine interaktive Landkarte findet sich auf der Internetseite. Die schönsten Nachbauten von Monopoly, Malefiz, Sagaland sowie anderen Spielen präsentieren Thiele und Geithner in einer Publikation.

Förderprojekt-2013

Förderprojekt-2012

 

Das Projekt wird von diversen Organisationen unterstützt, darunter das Deutsche SPIELEmuseum, das DDR Museum und das “Spiel des Jahres”.

 

 

Nachgemacht.de